Presse

Der Deutsche Weinbau 15/2026

nachgefragt: Sagen Sie, wie bestimmen Sie den optimalen Lesezeitpunkt?
Auszug aus Der Deutsche Weinbau 15/2026

Sagen Sie, wie bestimmen Sie den optimalen Lesezeitpunkt?

Frühe und schnelle Ernten sind heute Standard. Drei Winzer berichten, welche Kriterien entscheiden.

Siegbert Bimmerle
Weingut & Privatkellerei Bimmerle, Renchen

Unsere Rebflächen erstrecken sich über 90 km Luftlinie von Baden-Baden, über das Renchtal bis nach Ettenheim. Jede Rebsorte profitiert von dem unterschiedlichen Mikroklima, so hat z.B. die Vorgebirgszone eine stärkere Durchlüftung. Um alle Weinlagen im Blick zu haben, sind wir regelmäßig in unseren Weinbergen unterwegs. Je näher die Lese rückt, desto intensiver beobachten wir die Entwicklung der Trauben und entnehmen Proben. Entscheidend ist für uns dabei die physiologische Reife. Geerntet wird ausschließlich nach dem Geschmack und der Aromatik der Trauben. Ab Mitte August rechnen wir in diesem Jahr mit der Ernte für die Sektproduktion, es folgt etwa Anfang September die Weinlese. Alle Lagen sind ertragsreduziert, um die Basis für eine kontinuierlich gute Qualität unserer Weine zu erzielen. Wir arbeiten heute nicht anders als früher, egal ob auf fünf Hektar oder mehr.